Mit 45 Teilnehmern war der Infotag facebook im Lokalen am 4. Dezember 2012 in Göttingen sehr gut besetzt. Lars Grasemann (netzstrategen, Karlsruhe) und Hans-Jörg Zürn (Sindelfinger/Böblinger Zeitung) beschäftigten sich mit den Fragen, was und wie Verlage auf facebook posten. Breiten Raum nahm die Diskussion um die Frage ein, wie mit Nutzerfeedback – bis hin zum shitstorm umgegangen werden sollte. Ferner wurde darüber berichtet, wie die Zuständigkeiten innerhalb des Verlages am besten zu verteilen sind. Der letzte Teil der Veranstaltung hinterfragte die Werbemöglichkeiten bei facebook.
Eine eigens eingerichtete facebook-Gruppe bietet den Teilnehmern zur Zeit die Möglichkeit, sich weiter auszutauschen und Fragen zu stellen.
Rechtsanwalt Dominik Höch (Berlin) hatte bereits am Montagabend in lockerer Atmosphäre über rechtliche Fallstricke des sozialen Netzwerkes facebook berichtet.
Höch wies in seinem Vortrag unter anderem darauf hin, dass die Tatsache Freunde auf facebook zu haben nicht bedeute, dass ihnen ohne Einwilligung E-Mail-Werbung zugesandt werden dürfe.
Facebook erhält für jedes eingestellte Foto ein einfaches Nutzungsrecht. Höch empfiehlt daher, sich von den jeweiligen Mitarbeitern eine Einwilligung zur Veröffentlichung von Fotos einzuholen.
Verlagen wird empfohlen, offen Eckpunkte festzulegen, nach denen es auch zu Löschungen von Einträgen kommen kann. Zum Beispiel, wenn diese sexistisch, rassistisch oder beleidigend sind.
Aufgrund der positiven Reaktionen der Teilnehmer und der Aktualität des Themas kündigte VDL-Geschäftsführer Martin Wieske spontan an, dass die Veranstaltung Anfang des Jahres in Süddeutschland wiederholt werde.
Für die professionelle Organisation der Veranstaltung zeichnete Ann-Kristin Ebeling (Tel. 0 30 / 39 80 51 60) verantwortlich.