Verband Deutscher Lokalzeitungen



Der Verband Deutscher Lokalzeitungen e. V. ist die Interessenvertretung der lokalen Zeitungs- und Medienhäuser.

In ihm sind rund 80 kleinere und mittlere Tageszeitungen zusammengeschlossen, die etwa fünf Millionen Leserinnen und Leser haben.
Der VDL repräsentiert deren Belange sowohl in Print als auch online.


Gegenüber Politik und Wirtschaft setzt sich der VDL für gute Rahmenbedingungen zur Förderung unserer vielfältigen Presselandschaft ein.

Ferner fungiert der VDL als Netzwerk und Best-Practice-Plattform für die lokalen Zeitungs- und Medienhäuser. Zahlreiche Gremien, Ausschüsse und Veranstaltungen ermöglichen einen effektiven Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedsverlagen. Der Verband führt in seiner Mitgliedschaft regelmäßig Umfragen durch, die sich an spezifischen Fragestellungen der Branche ausrichten.

Alljährlich richtet der VDL zudem den Kongress Deutscher Lokalzeitungen aus, der sich als das Event der lokalen Zeitungsbranche etabliert hat.

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Wenn Sie Interesse haben am Beitritt in den Verband Deutscher Lokalzeitungen e. V.,       sei es als reguläres Mitglied oder gern auch als Fördermitglied, nehmen Sie gern Kontakt zu unserer Geschäftsstelle auf.

Wir werden Sie gerne zu den Vorzügen der Verbandsmitgliedschaft informieren!

Für weitere Informationen zu unserem Leistungsspektrum oder andere Anfragen stehen wir Ihnen auch gerne über unser Kontaktformular zur Verfügung. 
Wir freuen uns über Ihre Nachricht!


 


45. Kongress Deutscher Lokalzeitungen 
11. April 2019 in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz, Berlin

In einem Vorgespräch, im Rahmen des Kongresses, mit Annegret Kramp-Karrenbauer erörterten Inken Boyens, Robert Dunkmann (links), Dr. Eduard Hüffer (nicht im Bild) und Martin Wieske wichtige Verbandspositionen.



Anschließend sprach die CDU-Vorsitzende bei der „Medienpolitischen Stunde“ des Kongresses Deutscher Lokalzeitungen. Der Vertrieb der gedruckten Zeitung müsse vor allem in ländlichen Regionen sichergestellt werden, so Annegret Kramp-Karrenbauer. Darüber hinaus sei die flächendeckende Breitbandversorgung für digitale Angebote der Verlage existenziell. Auch solle die im Koalitionsvertrag vereinbarte Entlastung bei der Beschäftigung von Minijobbern noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden. Schließlich leiste die unabhängige Presse für die Akzeptanz unserer Demokratie einen wichtigen Beitrag.


Annegret Kramp-Karrenbauer 

Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer betonte anlässlich des Kollegenabends, dass die Digitalisierung alle Anbieter von Qualitätsmedien vor große Herausforderungen stelle. Innovationen kosteten Geld, das die Zeitungen durch den Vertrieb ihrer Inhalte und durch Werbung verdienen müssten. Bisher flössen im Netz Gewinne aber vor allem an die Internet-Plattformen statt an die Erzeuger der Inhalte. Hier solle das auf nationaler und europäischer Ebene verankerte Leistungsschutzrecht für Presseverlage für einen gerechten Ausgleich sorgen, so die stellvertretende Parteivorsitzende der SPD.

Sie betonte auch, dass ihr die Sicherung der Medienvielfalt am Herzen liege. Denn die Vielzahl von Angeboten im Internet sei nicht gleichzusetzen mit der Vielfalt, die unsere Presselandschaft bisher aus-gemacht habe. „Wir wollen alles daransetzen, dass diese Vielfalt erhalten bleibt“, so Malu Dreyer. 


Malu Dreyer 

Der Presse müsse weiterhin großes Vertrauen entgegengebracht werden, betonte Staatssekretärin Heike Raab in ihrer Begrüßungsansprache zum Kongress Deutscher Lokalzeitungen. Für die Zukunft sei es wichtig, dass sich die Zeitungen auf veränderte Mediennutzungsgewohnheiten und neue technische Entwicklungen einstellten. 


Heike Raab 

Der Lokaljournalismus erfahre durch das Digitale eine Renaissance, so Hannah Suppa, Chefredakteurin der Märkischen Allgemeinen Zeitung (Potsdam). Sie forderte mehr Tiefe in der lokalen Berichterstattung. Jeder Text müsse es wert sein, gelesen und auch gekauft zu werden. 


Hannah Suppa 

Der Chefredakteur des Grenz-Echos (Eupen, Belgien), Oswald Schröder, plädierte in einer pointierten Ansprache dafür, die Dinge „anzusprechen wie sie sind“ und vor allem auch die Sprache der Leser zu sprechen. Mit der Bemerkung: „warum ignorieren wir, was unsere Leser instinktiv wissen?“, wandte er sich explizit gegen Sprach- und Denkverbote. 


Oswald Schröder 

Der VDL-Vorstandsvorsitzende Robert Dunkmann forderte die Politik zu einer Förderung des Pressevertriebs nach dem Vorbild anderer europäischer Länder auf. Darüber hinaus müsse die Verdienstgrenze für Zusteller in Minijobs als Folge des steigenden Mindestlohnes schnellstmöglich dynamisiert werden. Gerade auch im ländlichen Raum sei der G5-Ausbau für die Entwicklung des digitalen Pressemarktes immens wichtig, so der VDL-Vorsitzende. 


Robert Dunkmann 

VDL-Geschäftsführer Martin Wieske resümierte, es gäbe derzeit viele wichtige Weichenstellungen zur Zukunft der lokalen Medienhäuser. Mit dem Kongress sei es gelungen, den berechtigten Anliegen der Branche Gehör zu verschaffen. Mit 200 Gästen aus Medien, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik war die Veranstaltung sehr gut besucht. 


Medienpolitische Gespräche ergaben sich am Kollegenabend unter anderem auch mit der Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns, Manuela Schwesig und mit dem Ministerpräsidenten aus Niedersachsen, Stephan Weil. 


Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela
Schwesig im Gespräch mit VDL-Geschäftsführer Martin
Wieske 


Der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil 
(Mitte) mit VDL-Vorstand Inken Boyens, Martin Mundschenk 
(rechts) und Martin Wieske 

Inken Boyens eröffnete den Kollegenabend mit einer
medienpolitischen Ansprache. Ehrengast war die 
Rheinland-Pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer. 


Aufmerksame Kongressgäste 


Das Publikum verfolgt mit großem Interesse die 
Ansprache von Hannah Suppa 


Die Veltins-Lokalsport-Preis-Gewinner 2019 

Ausgezeichnetes journalistisches Engagement 

Veltins-Lokalsport-Preis 2019 ehrt herausragende Journalistenarbeit als Spiegelbild des Lokalsports.


Die Gewinner des Ferag-Leser-Blatt-Bindungs-Preises 
2019 

Gewinner des Ferag-Leser-Blatt-Bindungs-Preises 2019 gekürt.

Der Verband Deutscher Lokalzeitungen e. V. verlieh am Donnerstag, 11. April 2019, den Ferag-Leser-Blatt-Bindungs-Preis 2019 an fünf Lokalredaktionen für innovative und kreative Aktionen, die helfen, Leser zu begeistern. 


Der Kollegenabend. Viele gute Gespräche im angenehmen
Ambiente der Landesvertretung Rheinland-Pfalz. 


Netzwerken und Austausch bei kulinarischen Genüssen 



17. April 2018 - 44. Kongress Deutscher Lokalzeitungen 

Unter dem Motto „Lokal und Global – Heimat und Digitalisierung“ startete am Dienstag, 
17. April 2018, um 10:45 Uhr im Zollernhof des ZDF-Hauptstadtstudios der 44. Kongress des Verbands Deutscher Lokalzeitungen (VDL).

Die rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien und Verbänden wurden von dem Moderatorenteam Anja Heyde (Fernsehmoderatorin) und Ralf Freitag (Geschäftsführer Medien & Kommunikation der Lippischen Landes-Zeitung) begrüßt und durch die Medienpolitische Stunde geleitet. 


(Foto: Jannis Keil/VDL; A. Heyde, R. Freitag v. l. )

Eingangs begrüßte die Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios Bettina Schausten die Gäste. Es folgte die Ansprache des VDL-Vorstandsvorsitzenden und Verlegers der ZGO Zeitungsgruppe Ostfriesland, Robert Dunkmann.


(Foto: Jannis Keil/VDL; B. Schausten)

Robert Dunkmann unterstrich darin die Rolle der Lokalzeitungen als Garant für die Pressevielfalt. Sie seien unabdingbarer Nachrichtengeber und Marktbegleiter für die Menschen in ihren Heimatregionen. Die Stärke der Lokalpresse liege auf dem lokalen Content, den die regionalen und überregionalen Zeitungen so nicht bieten könnten. Die lokalen Medienhäuser seien digitalisierte Informations- und Kommunikationsplattformen in den Regionen und damit Anker der Heimat.


(Foto: Jannis Keil/VDL; R. Dunkmann)

Robert Dunkmann forderte von der Politik, eine adäquate digitale Infrastruktur zu schaffen, die den internationalen Vergleich nicht scheuen müsse. Der Glasfaserausbau sei das wichtigste Infrastrukturprojekt der Legislaturperiode. Gleichzeitig mahnte er gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen und weniger Bürokratie an.

Anschließend hielt die Digitalisierungs-Staatsministerin Dorothee Bär eine Keynote. Darin stellte sie die Digitale Agenda der Bundesregierung vor und gab einen konkreten Ausblick auf die Ziele und Herausforderungen für die nächsten Jahre.


(Foto: Jannis Keil/VDL; D. Bär)

Die CSU-Politikerin befand, dass durch die Digitalisierung das Leben auf dem Land an Attraktivität gewinne. Der Megatrend Digitalisierung werde den Megatrend Urbanisierung stoppen. Durch den schnellen Austausch von Informationen könnten Menschen auf dem Land Zugriff auf alle Angebote bekommen, die heute vor allem Stadtbewohner hätten.

Nach den Ausführungen schloss sich ein Talk zwischen der FDP-Generalsekretärin Nicola Beer und dem freien Journalisten Dr. Hajo Schumacher an.


(Foto: Jannis Keil/VDL; R. Freitag, N. Beer, Dr. H. Schumacher, A. Heyde; v. l. )

Im Panel „Pixel statt Buchstaben“ forderte die FDP-Generalsekretärin eine stärkere digitale Bildung an den Schulen, die die Kinder in der Zukunft dazu befähigen solle, die digitale Welt selbstbestimmt gestalten zu können.


(Foto: Jannis Keil/VDL; N. Beer, Dr. H. Schumacher; v. l.)

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Marco Wanderwitz, hielt ebenfalls eine Keynote, bei der die Ziele der Regierungspolitik zum „gesellschaftlichen Zusammenhalt“ und zur „Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land“ im Mittelpunkt standen.


(Foto: Jannis Keil/VDL; M. Wanderwitz)

Den Abschluss der Medienpolitischen Stunde des 44. Kongresses Deutscher Lokalzeitungen bildete die eindrucksvolle und begeisternde Ansprache des Textil-Unternehmers Wolfgang Grupp (TRIGEMA).



(Foto: Jannis Keil/VDL; Dipl.-Kfm. W. Grupp)

Der Alleininhaber von TRIGEMA, der unter dem Motto: „100 % Made in Germany“ produziert, referierte über das Thema „Heimat als Chance für den Mittelstand“ und beleuchtete die daraus resultierenden Herausforderungen für den Standort Deutschland. Zudem erinnerte er Bundeskanzlerin Merkel an ihre Aussage, dass es nicht sein dürfe, dass Steuerzahler für unternehmerische Risiken hafteten. Wolfgang Grupp plädierte hingegen für die Haftung der Entscheidungsträger.


(Foto: Jannis Keil/VDL; Dipl.-Kfm. W. Grupp, A. Heyde, R. Freitag; v. l.)

Im anschließenden Gespräch mit dem VDL-Moderatorenteam betonte Wolfgang Grupp seine unternehmerische Verantwortung für die Mitarbeiterschaft.

Nach insgesamt dreieinhalb Stunden spannender Ansprachen und Diskussionen endete der öffentliche Teil des 44. Kongresses Deutscher Lokalzeitungen. 





Kongress-Videos:




Kongress-Video 2018

ZDF-Hauptstadtstudio Berlin



                                                         Kongress-Video 2017

                                                   Berliner Akademie der Künste




Kongress-Video 2016

Britische Botschaft